Bereits am Tag vor dem Hauptfest waren über 30 Sodalen in die Dominikanerkirche gekommen,. Sie beteten zusammen mit Zentralpräses Msgr. Thomas Schmid zuerst die Maiandacht anhand der Broschüre “Maria breit den Mantel aus” – zu finden bei https://www.mmc-regensburg.de/broschueren-spenden/ . Um 19 Uhr wurde dann der Friedensrosenkranz gebetet, für den an diesem Tag Papst Leo XIV. zu einem weltumfassenden Gebet eingeladen hatte. Anschließend hat dann noch eine kleinere Gruppe alles Notwendige für das Hauptfest hergerichtet.



Das Hauptfest Süd 2026 war wieder eine Demonstration der Sodalen aus dem ganzen Bereich der MMC Regensburg, dass sie ihren Glauben an den Dreifaltigen Gott in Verbundenheit mit ihrem Vorbild, der Muttergottes Maria, in der Öffentlichkeit bezeugen. In die mit fast 500 Personen vollbesetzte Dominikanerkirche zogen über 60 Bannerabordnungen ein und gaben mit ihren weiß-blauen Bannern der Feier eine besondere Prägung. In diesem Jahr war auch wieder eine beachtliche Zahl von Neusodalen gekommen (30 von angemeldeten 40 Kandidaten). Als Ehrengast konnte Peter Aumer, Mitglied des Deutschen Bundestages und selbst Sodale der MMC Regenburg begrüßt werden.






Den Festgottesdienst zelebrierte Zentralpräses Msgr. Thomas Schmid, assistiert von Diakon Norbert Steger. Die Ansagen vor der Messfeier übernahm Consultor Herbert Ettle, die Lesungen wurden von Präfekt Peter Pilz und Consultor Erwin Seitz vorgetragen. MdB Peter Aumer sprach die Fürbittgebete.






In seiner Predigt ging der Zentralpräses auf die derzeitige schwierige Situation in der Welt und der Kirche ein. Es scheint, als würde die Welt langsam ihre Mitte zu verlieren – die goldene Mitte. Da braucht es Menschen, die aufrecht sein können, weil sie ihre Wurzeln nicht vergessen, die ihr Herz fest verankert haben dort, wo der ist, der die Welt in Händen hält – der dreifaltige Gott, der die goldenen Mitte der gesamten Schöpfung ist.
Im Glauben an ihn und sein Evangelium verbindet sich Klarheit mit Barmherzigkeit, Anspruch mit Geduld, Gott mit Mensch. Es ist Zeit, dass Gesellschaft, Politik und auch unsere Kirche zu einer heilsamen Haltung zurückfindet, wie sie im Evangelium grundgelegt ist. Nicht das ständige Gegeneinander, sondern das Ringen und das Gemeinsame. Nicht das Spalten, sondern der Dienst am Menschen für das irdische und ewige Leben.
Und genau hier erscheint die Frau, die Mutter unserer geistlichen Heimat vor unseren Augen. Maria, sie weiß, es geht nicht ums Macht haben, nicht ich bin die Mitte, sondern ich bin die Bewahrerin der goldenen Mitte, die sich ganz und gar in Christus findet und nach ihm ausrichtet. Maria lebt im Hören, im Bewahren und im Vertrauen. Die Marianische Kongregation nennt Maria ihre Patronin und ihr Vorbild. Maria bleibt auch unter dem Kreuz. Sie flieht nicht an den Rand, nicht auf eine Seite, sondern bleibt immer in der Mitte der Welt unter dem Kreuz Jesu und seiner Liebe.
Christen und Sodalen sind keine Männer und Frauen, die davonlaufen, wenn es hart wird. Sie bleiben und tragen die Welt betend so lange, bis sie sich wieder um ihre eigene Mitte, den Herrn, drehen kann. Und vielleicht ist genau das die Sendung für uns heute. Menschen der goldenen Mitte zu sein. Menschen, die beten. Menschen, die tragen.
Msgr. Schmid appelierte an die Sodalen: Seid Männer des Glaubens, die beten können und sich dafür nicht schämen, auch nicht öffentlich. Männer des Glaubens, die Verantwortung tragen, mitten in dieser Welt, weit über den Glauben und über die Kirche hinaus. Die ihre Familien segnen und sich dafür nicht schämen. Die nicht vorgestern hängen bleiben oder sich das einreden lassen. Die aber auch nicht jede Mode mitmachen. Wir brauchen Männer des Evangeliums.



Nach dieser beeindruckenden Predigt wurde zeichenhaft die Fatima-Madonne in die Mitte der Versammlung gebracht und der Zentralpräses, unterstützt von Präfekt Peter Pilz, nahm die anwesenden 30 Neusolalen feierlich in die Congregation auf. Alle Sodalen sprachen dann gemeinsam das Weihegebet, mit dem sie sich den Grundsätzen der MMC verpflichten.



Mit den Klängen der Raspauer Blaskapelle, die auch den Gottedienst musikalisch mitgestaltet hatten, formierte sich zum Ende der Messfeier eine Prozession durch einige Straßen der Stadt Regensburg. Hier wurde das glaubhaft bezeugt, was der Zentralpräses in seiner Predigt zum Ausdruck gebracht hatte.



Wieder zurück in der Dominikanerkirche wurde das Te Deum angestimmt, der Zentralpäses segnet mit der Monstranz und – auch passend zu den weiß-blauen Bannern – sangen die Sodalen die Bayernhymne, u.a. mit der Textpassage: …und den alten Ruhm bewahre unser Banner weiß und blau …”.


Die Neusodalen stellten sich noch zu einem Erinnerungsfoto auf, ebenso der liturgische Dienst.